Zielgruppen

Zielgruppen

 

Ältere Schwule

Nach aktuellen Untersuchungen unterscheidet „schwules Altern“ sich nicht wesentlich vom Altern im Allgemeinen. Weiterhin beginnt „schwules Alter“, entgegen mancher Annahme, mit 58 und nicht etwa mit 35. Dennoch hat diese Zielgruppe andere Lebensschwerpunkte, als die Jüngeren. Beispielsweise spielt die „Szene“ eine eher untergeordnete Rolle. Ältere Schwule sind – auch entgegen der Meinung Jüngerer – i. d. R. zufrieden mit ihrem Altern.

Was also will manCheck für ältere Schwule anbieten? Zunächst sind vorhandene Angebote erfasst und zugänglich gemacht worden. Bei manCheck kann man erfahren, wo was für wen los ist. Weiterhin geht manCheck auf den veränderten Gesundheitsbegriff im Alter ein. Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen gehören hier ebenso zum Service, wie das Thema „Veränderung der Libido“. Vor Ort in der Szene bieten wir in entsprechenden Lokalen demnächst einen oder mehrere Gesprächspartner an, die über sexuell übertragbare Infektionen und o.g. Themen Auskunft geben können und somit hilfreich zur Seite stehen.

Insgesamt geht das nur in Kooperation mit vorhandenen Institutionen, die im Bereich „Alter“ tätig sind, z. B. BALSAM (Berliner Aktionsgemeinschaft lesbischer und schwuler alter Menschen) und natürlich mit der Unterstützung der Zielgruppe, älterer Schwuler.

Links

Wohnprojekt Schwulenberatung
Gruppen und Gesprächskreise
Freizeitgruppe bei „Mann-o-Meter“

Alternative Szenen

manCheck ist in der schwulen Alternativ-Szene aktiv. Mit regelmäßigen Aktionen in den alternativen Partys der Stadt, Teilnahme an den Transgenialen CSD in Kreuzberg und Kneipentouren durch Friedrichshain-Kreuzberg erreicht manCheck Schwule, die nicht in den kommerziellen Läden und Veranstaltungen der schwulen Szene zu treffen sind. Dafür werden Aktionsformen benutzt, deren Stil in der Alternativ-Szene ankommt und die als Transportmittel für die Anregungen und Botschaften der Präventionsarbeit geeignet sind.

Clubs Events Partys

Der Bereich Party umfasst Events in der Schwulenszene. Hier wird eine besondere Form der Vor-Ort-Arbeit entwickelt und umgesetzt, die auf den Umstand eingeht, dass die Gäste Spass und Entspannung wollen, und nicht unbedingt offen für Gedanken an sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind… Durch personalkommunikative Aktionen sowie verschiedene Medien wird sowohl an den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) erinnert, als auch ein gewisser Spassfaktor gewährleistet, der einen Benefit für jede Party darstellt.

Von Infoständen über Verteilaktionen, Spielen, Mediainstallationen bis zu Showacts ist vieles im ausbaufähigen Programm.

Du möchtest ein manCheck Team auf deinem Event/ in deinem Club? Anfrage hier starten.

Du möchtest bei den Aktionen auf Events oder in Clubs dabei sein? Mitmachen!

Fetisch-Szene

Nicht nur zu Ostern und zum Folsom-Straßenfest wird es sichtbar – Berlin verfügt über ein äußerst vielfältiges Angebot, das den unterschiedlichen Bedürfnissen der Leder-, Fetisch- und SM-Community gerecht wird. So bieten eine Vielzahl von Clubs und Bars regelmäßig ausgewiesene Fetischpartys zu unterschiedlichen Themen an, die die verschiedensten Möglichkeiten sexueller Stimulation und Lust befriedigen.

Lust und Sex, auch im anonymen Rahmen, auszuleben ist dabei wichtiger Bestandteil dieser Szene. Dieses gilt es gerade vor dem Hintergrund des Infektionsrisikos von HIV und Hepatitiden sowie der Zunahme anderer sexuell übertragbarer Infektionen zu bewahren und zu stärken. Neben einem guten Basiswissen zu Safer Sex, finden sich in dieser Community häufig individuelle Strategien zum Risikomanagement im Interesse des persönlichen Lustgewinns.

Vieles hat sich – glücklicherweise – bezüglich HIV / Aids in den letzten Jahren geändert. Dies betrifft sowohl medizinische Aspekte, als auch den sozialen Umgang mit HIV und Sexualität. Heute geht es nicht mehr primär um die Vermittlung von Basisinformationen zu Safer Sex in der Leder-, Fetischszene. Vielmehr bedeutet Präventionsarbeit hier, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen und neben der Weitergabe von Information den Menschen in seiner individuellen Lebensweise – insbesondere seiner Sexualität – zu stärken.  Dabei legen wir unseren Fokus auf „zielgruppenspezifische“ Erinnerungsprävention und einer Anleitung zum Risikomanagement durch die Weitergabe differenzierter Informationen auf den entsprechenden Veranstaltungen. Dafür entwickeln wir zielgruppenadäquate, aktuelle und berlinspezifische Informations- und Aufklärungsmaterialien, die die wir an diese Community weiter geben. Dies alles macht uns auch in diesem Bereich zu einem kompetenten Ansprechpartner.

Drogen

Im Nachtleben gehört der Gebrauch von verschiedensten Substanzen zu unterschiedlichsten Zwecken für einige Männer selbstverständlich dazu. Auch beim Sex nehmen einige Männer Drogen, um ihr Erleben subjektiv gesehen zu intensivieren. Chemsex ist der dafür gebräuchliche Begriff.
manCheck bietet hier nach dem Konzept von Harm-Reduction Informationen zu Substanzgebrauch an ebenso an, wie Konsumutensilien, die das Risiko der Übertragung von in erster Linie Hepatitis C beim Drogengebrauch minimieren sollen. manCheck arbeitet in diesem Bereich mit akzeptierenden Drogenhilfeorganisationen ebenso zusammen, wie mit Partyveranstaltern und Clubbetreibern. Für letztere bietet manCheck Schulungseinheiten in Kooperation mit Fixpunkt an, damit diese ihre Veranstaltungen und Clubs zu safer clubbing Betrieben machen können. Sollte jemand den Eindruck haben, er konsumiere zu viel oder habe seinen Konsum nicht im Griff, vermittelt manCheck die passenden Gesprächsangebote. Auch hier gilt immer der lebensstilakzeptierende Ansatz. Jeder weiß für sich am besten, was ihm guttut. Beim Thema intravenöser Drogengebrauch, dem so genannten „Slamming“, arbeit manCheck eng mit Fixpunkt e.V. zusammen und hat sowohl Informationen zu safer Use, eine Karte mit Angeboten für Drogengebrauchenden Schwule und auch „Slampacks“ mit Konsumutensilien gemeinsam entwickelt. Diese werden über Automaten von Fixpunkt und einige Beratungsstellen vertrieben.

Internet

Im Internet nimmt die Anzahl von schwulen Portalen, Homepages und Chaträumen zu. Doch nicht alle Informationen die sich im Netz befinden, sind unbedingt richtig, manchmal sind sie fehlerhaft und irreführend. manCheck präsentiert von den vorhandenen Informationen das Beste und das Richtigste, sei es in Form von Links zu anderen Einrichtungen, Foren, per Email, per Newsletter oder über ganz andere Kommunikationswege.
Unser Angebot für Internet-Portale: Wir stellen Texte zu verschiedenen Gesundheitsthemen sowie möglicherweise eine Online-Präsenz für Euren Chat mit Informationen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) zur Verfügung.

Jugend

Ziel von manCheck ist die Aufklärung jüngerer Schwule über HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI), als auch über Risikofaktoren und –verhalten. Die jüngeren Schwulen sollen ein realistisches Risikobewusstsein entwickeln um sich vor Infektionsrisiken zu schützen.

Dieses Ziel wird durch Aktionen und Veranstaltungen in der schwulen Szene erreicht, an Orten, wo sich jüngere Schwule vermehrt aufhalten und unterhalten. Die Herangehensweise zur Zielgruppe entspricht deren besonderen Interessen, das heißt, Infomaterialien und Kampagnen werden so gestaltet, dass sie zu den Jugendlichen erfolgreich ankommen und von denen mit Interesse wahrgenommen werden.

Dazu macht manCheck auch Multiplikatorenarbeit im Jugendbereich und bietet Workshops zu Safer Sex in Jugendprojekten und –Gruppen an. Jüngere Schwule engagieren sich ehrenamtlich im Rahmen der Vorortarbeit und werden dadurch in der Theorie und Praxis der Prävention ausgebildet mit dem Ziel dieses Wissen zu ihren Gleichaltrigen weiter zu vermitteln. Um diese Ziele besser zu erreichen ist manCheck mit vielen Kooperationspartnern vernetzt, die mit Jugendlichen arbeiten.

Männer mit Migrationshintergrund

Berlin ist eine weltoffene, tolerante Metropole, in der fast eine halbe Million Ausländer aus sehr vielen und unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen aus der ganzen Welt leben. Für viele schwule Migranten ist Berlin eine attraktive Stadt, z.B. für diejenigen, die in ihren Heimatländern diskriminiert und verfolgt wurden, aber auch für jene Männer, die das große und vielfältige Angebot der Berliner schwulen Szene erleben und genießen wollen.

Aufgabe von manCheck ist MSM vor Ort zu erreichen und sie entsprechend ihrer Bedürfnissen und Lebensstilen zu informieren. Bei MSM mit Migrationshintergrund sind dabei oft mehrere Faktoren zu berücksichtigen; der kulturelle Kontext, die Sprache, der durch die Kultur geprägte Umgang mit der eigenen Sexualität bzw. Homosexualität und nicht zuletzt durch den Migrationsstatus bedingte strukturelle und sozioökonomische Faktoren, die für einige Männer aus dieser Zielgruppe Vulnerabilitätsfaktoren für ihre sexuelle Gesundheit darstellen können.

Um MSM mit Migrationshintergrund zu erreichen, macht manCheck regelmäßig Vor-Ort-Arbeit bei Partyveranstaltungen, die als Zielgruppe vor allem schwule Migranten haben, und an Orten, die von Migranten verstärkt besucht werden. Die Vor-Ort-Aktionen werden passend für die Zielgruppe gestaltet und umgesetzt, z.B. durch den Einsatz mehrsprachiger Informationsmaterialien. Wichtiger Bestandteil der Arbeit in diesem Bereich ist die Vernetzung und Kooperation mit anderen Organisationen und Projekten, wie z.B. dem Gremium „HIV/Aids Prävention mit MigrantInnen“ zur Verbesserung der Präventionsangebote für Migrantinnen und Migranten in Berlin.

manCheck beteiligt sich aktiv auch am Projekt PaKoMi (Partizipation und Kooperation in der HIV-Prävention mit Migrantinnen und Migranten), ein gemeinsames Projekt von DAH (Deutsche Aidshilfe) und WZB (Wissenschaftszentrum Berlin). Zusammen mit anderen Berliner Präventions-Projekten und durch die aktive Mitarbeit von Migranten versuchen wir im Rahmen einer Studie den Bedarf an Prävention von MSM mit Migrationshintergrund zu erfassen, um darauf bauend passende Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Geflüchtete

Geflüchtete kommen aus vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen zu uns. Sie haben sehr unterschiedliche Möglichkeiten, über Sex mehr oder weniger offen zu reden. Dabei sind safer Sex und safer Use oft das geringste der vielen Probleme, mit denen sie sich nach Flucht oder Vertreibung in Deutschland konfrontiert sehen. Dennoch ist Information über Infektionsrisiken und -schutz für sie ebenso wichtig, wie ggfs. Informationen zum Gebrauch von Drogen. Mit beidem werden sie in Berlin konfrontiert bzw. leben es bereits. Hier versucht manCheck mit adäquaten Materialien, Präventionssprechstunden sowie passender Vorortarbeit möglichst effektiv und kultursensibel die wichtigen Informationen zu vermitteln.

Männer, die Sex mit Männern haben

Unter MSM – Männer, die Sex mit Männern haben, versteht man Männer, die sich selbst oftmals nicht als schwul, sondern eher als heterosexuell (manchmal als bisexuell) definieren, aber trotzdem gelegentlich oder regelmäßig Sex mit Männern haben.

MSM ist die am schwierigsten zu erreichende Gruppe. Von einem Projekt wie manCheck sind sie zunächst direkt nicht erreichbar, da sie mit der „Szene“ nichts zu tun haben wollen.

Konkrete Orte wie einige Parks, Seen, Sexkinos, Sexshops, Autobahnparkplätze sowie Bars sind anonyme Treffpunkte. Die Zielgruppe will i.d.R. aus dieser Anonymität auch nicht herausgerissen werden. Kommt man ihr zu nahe, zieht sie sich zurück und sucht sich neue Orte. Also ist ein behutsames, geduldiges Vorgehen notwendig.

Die Angebote oder Aktionen sind eine Gradwanderung zwischen einerseits wahrgenommen – werden – wollen – und andererseits die Männer nicht zu verschrecken oder zu überfordern. Formen, sie dennoch zu erreichen sind u.a.:

  • Auslegen von Informationen an Sexorten, Sexkinos, Sexshops
  • Aktionen in Parks, an Badeseen, u.a. Cruising – Areas
  • Infoangebot im Internet in verschiedenen Kontaktportalen mit Chatmöglichkeit

In den entsprechenden Kontaktportalen sind die o.g. Männer offener für unser Angebot. Wir verhalten uns strikt reaktiv, beantworten aber an uns gestellte Fragen zeitnah. Darüber hinaus werden wir wahrgenommen (anklicken unserer Profile), bekommen Rückmeldungen über Gästebucheinträge, Smileys und Massages ohne das wir aktiv auf diese Männer zu gehen.

Durch Veröffentlichung unserer Termine vor Ort in Form von Anzeigen in diesen Kontaktportalen bieten wir den Usern die Möglichkeit uns vor Ort ansprechen zu können. Oftmals erleben die User, die sich trauen ins „REALLIFE“ einzutauchen, die „Szene“ dann für sich „neu“. Jahrelang gehegte und gepflegte Vorurteile können somit vielfach entkräftet oder zumindest relativiert werden.

„Bisexuelle“, sexuell indifferente Männer oder ältere Männer finden so manchmal wieder einen oder ihren Platz in der Community.

 

Schwule mit Handycap

„Behinderte sind … haben alle …“

Damit würden wir uns schön an allen unmöglichen Vorurteilen beteiligen. Behinderungen sind vielfältig. Die Behinderung kann körperlich sein, sozial, geistig, sichtbar oder auch nicht, vielfältig ist der/diejenige auf Hilfe angewiesen, immer, manchmal, in bestimmten Situationen. Immer ist es auch das Umfeld, das einen Menschen mit anderen Fähigkeiten behindert.

Aussagen einiger Behinderter in der Szene: Donald: „Ich erwarte eine faire Behandlung!“; Marco: „Ich bleib doch ein Mensch, auch wenn ich positiv bin.“; Wataru: „Wir Japaner lachen sehr viel, das wirkt manchmal kindisch.“; Wolfgang B.: „Manche trauen sich kaum noch in die Szene.“; Toni: „Wenn ich in die Kneipe gehe, dann wird schon mal getuschelt.“; Victor: „Ich will sicher nicht immer im Mittelpunkt sein.“; Renato: „Ich bin mehr als Loch und Schwanz.“; Gökhan: „Ich wünsche mir, dass man sich gegenseitig akzeptiert, so wie man ist.“ (Aussagen entn. d. DAH-Broschur HEIMAT SZENE?)

Menschen mit Behinderung egal welcher Art werden jedenfalls in ihrer jeweiligen Situation wenig berücksichtigt. Und dort wo sie Aufmerksamkeit erfahren endet diese meistens oberhalb der Gürtellinie.

Um Angebote in diesem Bereich machen zu können, arbeiten wir mit Gruppen, Vereinen etc. zusammen, Infos, Tipps, Kontakte und alles Hilfreiche sind immer herzlich willkommen.

Kontakt

Unterstützung für Schwule mit Handycap
Unterstützung für Schwule mit psychischen Problemen