Schutz durch PrEP

Prä-Expositions-Prophylaxe

 

PrEP steht für Prä-Expostions-Prophylaxe und ist, neben dem Kondom und dem Schutz durch Therapie, bei richtiger Anwendung, ein wirksamer Schutz vor einer HIV-Infektion.

Was ist PrEP

  • Die PrEP ist die regelmäßige Einnahme von einem in der HIV-Therapie eingesetztem Medikament
  • aktuell zugelassen sind
    • Truvada ® von Gilead
    • und einige Generkika (Nachahmerpräparate):
    • Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Hexal (TDF) von Hexal und
    • Emtenovo® von TAD;
  • Die PrEP schützt ausschließlich vor HIV, nicht vor anderen STI.
  • Durch einen Arzt müssen regelmäßig die Nierenwerte überprüft und auf HIV und andere STI getestet werden.

Was muss ich beachten, bevor ich mich für eine PrEP entscheide

Bevor du eine Entscheidung triffst, eine PrEP zur Vermeidung einer HIV Infektion einzunehmen, solltest du ein Beratungsgespräch führen. Hier kannst du klären, ob diese Methode die richtige für dich ist und welche Voraussetzungen du erfüllen musst, damit sie wirkt und du sie verträgst. Hier findest du eine Beratungsstelle in Berlin, die dir weiter hilft.

Weiterhin müssen einige medizinische Untersuchungen erfolgen. Gechecked wird hier, ob dein Körper die PrEP verträgt, ob du vielleicht schon HIV-infiziert bist, oder ob andere sexuell übertragbare Infektionen vorliegen, die behandelt werden müssen. Einige dieser Untersuchungen kannst du in diesen Beratungsstellen, oder unter anderem bei diesen Ärzten machen lassen.

Sollte sich herausstellen, dass die PrEP für dich die passende Methode zum Schutz vor HIV ist und alle Untersuchungen in diesem Sinne positiv verlaufen sein, kannst du sie dir vom Arzt verschreiben lassen.

Alle wichtigen Informationen zu PrEP und die wichtigsten Antworten auf deine Fragen findest du hier. Wenn du weitere Fragen hast, kontaktiere uns gerne.

Wo bekomme ich PrEP

  • Derzeit gibt es Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Hexal über bestimmte Apotheken in Berlin und sechs anderen deutschen Städten für einen Preis von ca. 50€/Monat. Um es zu bekommen, benötigt man ein Rezept vom Arzt. In diesen Apotheken bekommst du die „50€-PrEP“.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, sich das original Präparat Truvada ® für ca 860€/Monat in der Apotheke gegen Vorlage eines Rezeptes zu kaufen.
  • . „Einige PrEP-Nutzer_innen gehen schon jetzt einen anderen Weg: Sie lassen sich von Freund_innen in England günstige Generika mit denselben Wirkstoffen über vertrauenswürdige Anbieter aus dem Ausland bestellen – für rund 60 € pro Monatsration statt für über 800 €. Meist handelt es sich um das Generikum Tenvir-EM (Tenofovirdisoproxil/ Emtricitabine) des indischen Herstellers Cipla (Abb. 2). In England ist es möglich, sich auf diesem Weg legal bis zu drei Monatspackungen (also insgesamt 90 Tabletten) nach Hause schicken zu lassen – in Deutschland ist das nicht erlaubt. Man darf aber von einem EULand zum anderen drei Monatsrationen PrEP-Tabletten für den persönlichen Bedarf
    nach Deutschland transportieren. Solange es keinen harten Brexit gibt, ist dieser Importweg offen.
  • Die selbst importierten Generika wurden von einer Arbeitsgruppe vom Imperial College London überprüft, die Ergebnisse von Nnenka Nwokolo auf dem HIV Drug Therapy Congress in Glasgow im Oktober 2016 vorgestellt.
    • Der Vertriebsweg ist übersichtlich. Fast alle bestellen über die Webseite „IwantPrEPnow“ […]. Dort erhalten sie Informationen zur PrEP und werden an vorausgewählte Händler weiter geleitet.
    • Die im Blut der PrEP-Generika-Nutzer_innen gemessenen Tenofovirund Emtricitabin-Konzentrationen entsprachen in allen Fällen den auch vom Original-Präparat erwarteten Werten.
    Der Einsatz dieser Generika war also sicher.“ (Quelle: HIV-Report 05/2016, Deutsche Aids-Hilfe e.V.)
  • PrEP, Kondome und Schutz durch Therapie schützen Dich zuverlässig vor HIV und sind untereinander kombinierbar.

Wähle, was am besten zu Dir passt. Weitere Infos hier.

Du überlegst, ob die PrEP das Richtige ist? Informier Dich hier ausführlich und lass Dich beraten.

Beim Blasen ist eine Ansteckung mit HIV unwahrscheinlich. Selbst wenn jemand in deinem Mund abspritzt ist das Risiko sehr gering. Verletzungen der Schleimhaut durch tiefes Blasen (Deepthroat) oder nasal konsumierte Drogen erhöhen das Risiko einer Infektion. Andere sexuell übertragbaren Infektionen (STI), wie Tripper, Chlamydien und Hepatitis A und B können durch Blasen übertragen werden. Wenn es dazu kommt, kannst du dich beim Arzt behandeln lassen. Denke daran, dass manche Infektionen symptomfrei verlaufen können.

Lass dich mehrmals pro Jahr auf HIV, Hep C und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) testen. Abstriche am Schwanz im Arsch und im Rachen geben Sicherheit, alles zu finden, was nicht dort hingehört. Gegen Hepatitis A und B sind Impfungen möglich.

 

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