Schutz durch PrEP

Prä-Expositions-Prophylaxe

 

PrEP steht für Prä-Expostions-Prophylaxe und ist, neben dem Kondom und dem Schutz durch Therapie, bei richtiger Anwendung, ein wirksamer Schutz vor einer HIV-Infektion.

  • Die PrEP ist die regelmäßige Einnahme von einem in der HIV-Therapie eingesetztem Medikament (aktuell zugelassen ist Truvada ®).
  • Die PrEP schützt ausschließlich vor HIV, nicht vor anderen STI.
  • Durch einen Arzt müssen regelmäßig die Nierenwerte überprüft und auf HIV und andere STI getestet werden.
  • Derzeit ist die PrEP in Deutschland noch nicht offiziell erhältlich. „Einige PrEP-Nutzer_innen gehen schon jetzt einen anderen Weg: Sie lassen sich von Freund_innen in England günstige Generika mit denselben Wirkstoffen über vertrauenswürdige Anbieter aus dem Ausland bestellen – für rund 60 € pro Monatsration statt für über 800 €. Meist handelt es sich um das Generikum Tenvir-EM (Tenofovirdisoproxil/ Emtricitabine) des indischen Herstellers Cipla (Abb. 2). In England ist es möglich, sich auf diesem Weg legal bis zu drei Monatspackungen (also insgesamt 90 Tabletten) nach Hause schicken zu lassen – in Deutschland ist das nicht erlaubt. Man darf aber von einem EULand zum anderen drei Monatsrationen PrEP-Tabletten für den persönlichen Bedarf
    nach Deutschland transportieren. Solange es keinen harten Brexit gibt, ist dieser Importweg offen.
  • Die selbst importierten Generika wurden von einer Arbeitsgruppe vom Imperial College London überprüft, die Ergebnisse von Nnenka Nwokolo auf dem HIV Drug Therapy Congress in Glasgow im Oktober 2016 vorgestellt.
    • Der Vertriebsweg ist übersichtlich. Fast alle bestellen über die Webseite „IwantPrEPnow“ […]. Dort erhalten sie Informationen zur PrEP und werden an vorausgewählte Händler weiter geleitet.
    • Die im Blut der PrEP-Generika-Nutzer_innen gemessenen Tenofovirund Emtricitabin-Konzentrationen entsprachen in allen Fällen den auch vom Original-Präparat erwarteten Werten.
    Der Einsatz dieser Generika war also sicher.“ (Quelle: HIV-Report 05/2016, Deutsche Aids-Hilfe e.V.)
  • PrEP, Kondome und Schutz durch Therapie schützen Dich zuverlässig vor HIV und sind untereinander kombinierbar.

Wähle, was am besten zu Dir passt. Weitere Infos hier.

Du überlegst, ob die PrEP das Richtige ist? Informier Dich hier ausführlich und lass Dich beraten.

Beim Blasen ist eine Ansteckung mit HIV unwahrscheinlich. Selbst wenn jemand in deinem Mund abspritzt ist das Risiko sehr gering. Verletzungen der Schleimhaut durch tiefes Blasen (Deepthroat) oder nasal konsumierte Drogen erhöhen das Risiko einer Infektion. Andere sexuell übertragbaren Infektionen (STI), wie Tripper, Chlamydien und Hepatitis A und B können durch Blasen übertragen werden. Wenn es dazu kommt, kannst du dich beim Arzt behandeln lassen. Denke daran, dass manche Infektionen symptomfrei verlaufen können.

Lass dich mehrmals pro Jahr auf HIV, Hep C und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) testen. Abstriche am Schwanz im Arsch und im Rachen geben Sicherheit, alles zu finden, was nicht dort hingehört. Gegen Hepatitis A und B sind Impfungen möglich.

Beratungsangebote

STI

Beratung zu HIV & AIDS

Beratung zu HIV & AIDS


Du suchst Hilfe zu den Themen HIV & Aids? Hier findest du Hilfe in Berlin.
Hepatitis A Viren

STI


Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und wie man sich davor schützt.