Safer Use:
► Unter Cannabiskonsum ist deine Verkehrstüchtigkeit nicht mehr gegeben.
► Vermindertes Konzentrations- und Reaktionsvermögen, verminderte Fähigkeit zur schnellen Informationsverarbeitung, beeinträchtigte körperliche und psychische Leistungsfähigkeit während der Wirkungsdauer.
► Vereinzelt kann es bei psychisch labilen Personen zum Auftreten akut psychotischer Reaktionen kommen.
► Bei Überdosierung können Herzrasen, Halluzinationen und Angstzustände auftreten.
► Beim Mischkonsum von Cannabis und Alkohol kann es unter Umständen zur Verstärkung negativer Symptome (Übelkeit, Erbrechen) kommen.
► Häufiger Cannabiskonsum führt zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko, die Ausbildung einer chronischen Bronchitis ist möglich.
► Der Gebrauch von Wasserpfeifen oder Joints mit speziellen Kohle-Aktiv-Filtern reduziert allerdings die Aufnahme krebserregender Stoffe und senkt das Risiko von Atemwegsproblemen!
► Space Cakes (Haschkekse) essen, ist riskant, da die Dosis schwer abzuschätzen ist und die Wirkung spät, oft plötzlich einsetzt.
► Der regelmäßige und exzessive Konsum von Haschisch kann deine allgemeine Motivation zur Bewältigung ganz einfacher Lebensaufgaben extrem herabsetzen.
► Es kann – bei regelmäßigem Konsum – vereinzelt zur Ausbildung einer psychischen Abhängigkeit kommen.
► Jeder vierte Cannabiskonsument leidet an Angst und Panikattacken, bes. Mädchen, welche täglich kiffen, sind von dieser Störung betroffen.
► Du hast das Gefühl, dass du zuviel konsumierst? Die Drogenberatung in deiner Nähe hilft dir gerne weiter!
Safer Sex:
► Cannabis kann den Blick auf die Realität verändern, Grenzen lockern und dazu führen, sexuelle Phantasien auszuleben – dies birgt das Risiko, auf Safer Sex zu verzichten, was die Übertragunswahrscheinlichkeit von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen erhöht.
► Sex und Cannabis funktionieren nur bei gegenseitigem Einverständnis und Vertauen. Klärt im Vorfeld ab, welche Sexpraktiken von beiden gewollt sind und welche nicht.
► Behalte den Überblick und konsumiere nur so viel, dass du dich wehren kannst oder Abwehrsignale des Partners noch erkennst, denn Cannabis kann das Bedürfnis wecken, sich zurückzuziehen und kein Interesse an Sex zu haben.
► Bevor es zur Sache geht, legt euch ausreichend Safer-Sex-Utensilien (Handschuhe, Kondome, Gleitgel) bereit.
► Langjähriges Rauchen von Cannabis mit Tabak kann sich negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken.
► Achte auf deinen Körper! Bemerkst du Auffälligkeiten, geh sofort zum Arzt. Lasse dich bei wechselnden Sexpartnern alle 6 Monate auf sexuell übertragbare Infektionen testen und gegen Hepatitis A/B impfen.
►HIV & Cannabis: Nimm Drogen und HIV-Medikamente zeitlich versetzt ein. Das mindert ggf. Wechselwirkungen etwas ab. Dosiere Drogen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten immer niedrig. Oft wird die Nacht lang – nimm ausreichend Medikamente mit und halte deine Einnahmezeitpunkte ein. Sprich mit deinem Arzt über die Wechselwirkungen deiner HIV-Medikamente mit Rauschmitteln!
Es sind keine gefährlichen Wechselwirkungen bekannt. Dennoch sollte Cannabis bei Einnahme von Proteasehemmern niedriger dosiert werden, da sie den THC-Wirkgehalt im Blut erhöhen.
Akuter Drogennotfall:
Tel: 01805 313031
rund um die Uhr
Weitere Informationen auch unter:
Drogen-Info-Berlin e.V.
Information and self-help
www.drogen-info-berlin.de
Anette Hoffmann
Counselling and therapy
www.thefirststep-berlin.de
Alice-Projekt Frankfurt
Information and culture
www.alice-project.de
eclipse e.V. Berlin
psychedelic crisis intervention
www.eclipse-online.de
Schwulenberatung Berlin
Substance abuse counselling and therapy
www.schwulenberatungberlin.de
Just say know! Zürich
Information, education, pill testing
www.know-drugs.ch
Dieser Flyer ist ein Gemeinschaftsprojekt von manCheck Berlin, Drogen-Info-Berlin und von the-first-step Berlin. Weitere Informationen zum Thema – auch Harm-Reduction-Hinweise und Informationen zu aktuellen Verunreinigungen – findest du unter den angegebenen Adressen.





