manCheck - •2008 Rückblick manCheck/DARKANGEL/safety4free Ausblick 2009 Aktionsform (Anzahl) 2006 2007 2008 Streetwork 35 33 191 Veranstaltung 138 219 188 Sonstige 138 110 7 Summe 311 362 386 Zielgruppe (Kontakte) MultiplikatorInnen nicht erfasst 2045 2940 Schwule / bisex. Männer nicht erfasst 27030 29709 Sonstige nicht erfasst 672 0 Summe nicht erfasst 29747 32649
Zahlen
Vorortarbeit in Berlin
Die Anzahl der Aktionen sowie die erreichten Personen konnten jährlich gesteigert werden. Und das trotz zurückgehender personeller und finanzieller Ressourcen. Die Zielgruppenkontakte wurden ab 2007 in der vorliegenden Form erfasst, vorher wurden nur die Veranstaltungen als solche gezählt.
2008 war durch die erneuten Kürzungen ein schwieriges Jahr. Da die Sachmittel für die Vorortarbeit (Posten Öffentlichkeitsarbeit) um 75% gekürzt wurden, hätte das Team nach dem Stadtfest im Prinzip nicht mehr vor Ort sein können. Cruising Packs anzuschaffen, war beispielsweise nicht mehr möglich.
Bis ca. 3 Wochen vor dem Stadtfest war unklar, ob IWWIT hier einspringen könnte. Eigentlich ist der Sinn von IWWIT nicht, Kürzungen aufzufangen, sondern zusätzliche Arbeit zu ermöglichen.
Die Zielgruppe einbeziehen: DARKANGEL
Die Entwicklung von DARKANGEL kannst Du in diesem Newsletter nachlesen. Das Projekt DARKANGEL wurde mit dem Ziel gestartet, Safer Sex in der Szene sichtbar zu machen und diejenigen zu stärken, die grundsätzlich Safer Sex wollen. Genauere Informationen gibt es [hier]. Das Projekt ist mittlerweile mit vielen Kooperationspartnern wie SchwarzRosaGold, gayromeo.com, du&ich, gfish event, jan fischer music und ich weiss was ich tu (iwwit) weltweit erfolgreich. Nähere Zahlen dazu gibt es [hier]. So ist das Arbeiten und Kooperieren über den "Präventionstellerrand" hinaus eine Grundlage für den Erfolg von manCheck.
Die Betreiber von Sexorten mit einbeziehen: Safety4Free
Das „Berliner Modell“ der Wirteverpflichtung hat sich bundesweit als das wirksamste in der Stadt mit den meisten Sexorten durchgesetzt.
Was Hänschen nicht lernt...?: Der Jugendbereich.
Im Bereich Jugend gab es eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den „Happy Twens“ aus Weißensee. Ausblick: Es wird ein Curriculum zur Fortbildung von Jugendgruppen entwickelt, das in Kooperation mit den Happy Twens umgesetzt wird.
Auch im Internet vor Ort: gayromeo Health Support
Wenn man bei dem Chatportal gayromeo.com auf "Hilfe & Service" und dann auf "Health Support" klickt, bekommt man eine Auswahl von Projekten, die hier erste Informationen zu "Männer, Sex, Gesundheit" geben. An diesem Pool beteiligt sich auch manCheck mit speziell geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern, die von einem Hauptamtlichen gecoached werden, denn die Qualität und Verweisungskompetenz sind hier das A&O. manCheck hat mittlerweile durchschnittlich drei Anfragen pro Tag. Auch in der Siegessäule Community bietet manCheck diesen Service mittlerweile an. Durch die bundesweite Kooperation konnte so eine Vorortarbeit im www verwirklicht werden.
Teilnahme an der bundesweiten Kampagne Iwwit
Mit Unterstützung der Kampagne „ich weiss was ich tu“ der Deutschen Aids Hilfe konnten die weiteren Aktionen im Jahr 2008 abgesichert werden. Sämtliche Standkosten, Materialkosten und Kosten für Cruising Packs wurden durch die Kampagne getragen. Peinlich, dass gerade die Hauptstadt hier mit so schlechtem Beispiel vorangeht und auf Kosten der Wirksamkeit der bundesweiten Kampagne Einsparungen vornimmt.
DARKANGEL konnte mit Hilfe von Pfizer, du+ich und gayromeo weiter ausgebaut werden. Ausblick: 2009 steigt IWWIT auch hier mit ein und ermöglicht so den Weiterbestand sowie Ausbau.
Neue Themen aufgreifen: Partydrogen
manCheck ist Teil der „DrugChecking Initiative Berlin Brandenburg“. Es wurde ein Fachtag zum Thema Drugchecking am 13.11. organisiert. manCheck produziert zunächst Flyer zum Thema, die die Wirkung und Nebenwirkung der Substanzen, die Auswirkung auf das Risikoverhalten beim Sex sowie die Wechselwirkungen mit HIV Kombitherapien zum Inhalt haben. Die Flyer werden in Kooperation mit Fixpunkt und dem schweizer Projekt „Drogeninformationszentrum Zürich“ erstellt und mit dem Fachbereich Sucht der Schwulenberatung abgestimmt.
Eine Absolventin des Studiengangs Public Health an der Fu hat ihre Projektarbeit sowie ihre Masterarbeit zum Thema Partydrogenprävention und Prävention von HIV/STD/HEP in Kooperation mit dem Fachbereich Sucht der SB und manCheck erstellt. Sie ist Grundlage für weiteres Vorgehen.
Mehr für interkulturelle Öffnung: Migration
Im Bereich Migration gab es eine Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit. manCheck ist im gesamten zugänglichen Bereich der unterschiedlichen Migrantengruppen mittlerweile gut aufgestellt. Ausblick: Es gibt eine Recherche der Arbeit in anderen Ländern sowie eine Bedarserhebung für Berlin, durchgeführt durch eine/n Absolventen/in eines der Publick Health Studiengänge.
Unsere wichtigsten Mitarbeiter: Ehrenamt
manCheck ist fünf Jahre geworden. Es gab daher eine besondere Ehrung aller Ehrenamtlichen, die länger als zwei Jahre dabei sind. Es gibt ein stabiles und gut qualifiziertes Ehrenamtlerteam. Die Finanzierung ist ungesichert, wenn IWWIT Mitte 2010 eingestellt wird, reichen die finanziellen Ressourcen nur noch für stark eingeschränkte Vorortarbeit. Hier wird gerade versucht, im Labas entgegenzusteuern, sowie bessere Lobbyarbeit zu leisten.