LSD

LSD

 

Safer Use

  • In der Regel beginnt der Rausch etwa dreißig bis sechzig Minuten nach der Einnahme. Die Art der Wirkung von LSD ist stark abhängig von dem Gemütszustand des Verwenders. Denn anders als viele andere etablierte Drogen produziert LSD nicht automatisch ein positives, kontrollierbares Erleben, sondern verstärkt den bereits vorhandenen Gemütszustand und macht verdrängte seelische Inhalte bewusst.
  • LSD schaltet gewohnheitsmäßige Kontrollmechanismen und Reflexe aus.
  • Intensive Wahrnehmung der eigenen Gefühlswelt und damit auch der persönlichen Konflikte und Verdrängungsmechanismen.
  • Auch ganz allgemeine negative Gemütszustände, ausgelöst etwa durch eine Trennung, den Verlust eines lieben Menschen oder des Arbeitsplatzes, können durch die Einnahme von LSD verstärkt werden.
  • Die Einnahme von LSD kann unter Umständen bei Menschen mit einer Disposition (Veranlagung) zur Epilepsie starke Krampfanfälle auslösen. Aus diesem Grund sollten Menschen, die in der Vergangenheit schon einmal einen epileptischen Anfall hatten, unbedingt auf die Einnahme von LSD verzichten.
  • Auf die Anwendung von Halluzinogenen (LSD, Psilocybin usw.) ist bei bekannten schizophrenen Psychosen, bei manisch-depressiven Erkrankungen und auch bei Borderline-Störungen unbedingt zu verzichten.
  • Konsumiere LSD oder andere psychedelische Substanzen nicht auf vollen Magen und betreibe „Psycho-Hygiene“. Das heißt, sei geistig und körperlich leicht und unbeschwert. Wenn du nicht „gut drauf“ bist, dann verzichte lieber!
  • Nimm LSD nur zusammen mit Menschen, die du gut kennst und denen du vertraust!
  • Du hast das Gefühl, dass du zuviel konsumierst? Die Drogenberatung in deiner Nähe hilft dir gerne weiter!

 

Safer Sex

  • LSD kann den Blick auf die Realität verändern, Grenzen lockern und dazu führen, sexuelle Phantasien auszuleben – dies birgt das Risiko, auf Safer Sex zu verzichten, was die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen erhöht.
  • Sex und LSD funktionieren nur bei gegenseitigem Einverständnis und großem Vertrauen. Gerade bei LSD besteht immer die Gefahr eines schlechten Trips. Deshalb solltet ihr Sex und LSD nur zusammen erleben, wenn ihr euch und die Wirkung gut kennt. Klärt im Vorfeld ab, welche Sexpraktiken von beiden gewollt sind und welche nicht.
  • Dosiere niedrig, so dass du dich wehren kannst oder Abwehrsignale des Partners noch erkennst.
  • Bevor es zur Sache geht, legt euch ausreichend Safer-Sex-Utensilien (Handschuhe, Kondome, Gleitgel) bereit.
  • Achte auf deinen Körper! Bemerkst du Auffälligkeiten, geh sofort zum Arzt. Lasse dich bei wechselnden Sexpartnern alle 6 Monate auf sexuell übertragbare Infektionen testen und gegen Hepatitis A/B impfen.

 

HIV & LSD:

  • Nimm Drogen und HIV-Medikamente zeitlich versetzt ein. Das mindert ggf. Wechselwirkungen etwas ab. Dosiere Drogen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten immer niedrig.
  • Oft wird die Nacht lang – nimm ausreichend Medikamente mit und halte deine Einnahmezeitpunkte ein.
  • Sprich mit deinem Arzt über die Wechselwirkungen deiner HIV-Medikamente mit Rauschmitteln!
  • Es sind keine gefährlichen Wechselwirkungen mit HIV-Medikamenten bekannt, ggf. kommt es bei gleichzeitiger Einnahme von Proteasehemmern und Sustiva zu einer unerwünschten Verstärkung der Wirkung.
  • Hinweise zu Wechselwirkungen von Substanzen und HIV-Medikamenten findest du hier.