Alkohol

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Alkohol

 

Safer Use

  • Alkohol gilt als die Volksdroge Nummer 1 und nimmt auch als „Partydroge“ einen Spitzenplatz ein.
  • In kleinen Mengen hat Alkohol eine anregende, entspannende und enthemmende Wirkung. In höheren Dosen führt er oft zu Selbstüberschätzung, Gleichgewichtsstörungen, Gereiztheit und Aggressivität.
  • Es kann zu verminderter Selbstkontrolle und Filmrissen kommen.
  • Bei übermäßigem Konsum von Alkohol besteht die Gefahr der langsamen psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Der Übergang vom Genuss über die Gewöhnung bis hin zur Abhängigkeit ist schleichend! Am Ende können Leberschädigungen wie etwa eine Leberzirrhose stehen.
  • Nicht auf leeren Magen trinken, versuchen, bei einem Getränk zu bleiben und sich zwischendurch ein Wasser gönnen.
    In der Schwangerschaft auf Alkohol verzichten.
  • Nicht allein zu Hause oder aus Langeweile trinken.
  • Bewusst Alkoholpausen einlegen.
  • Der Mischkonsum von Alkohol und GHB/GBL und anderen sedierenden Substanzen wie Ketamin ist sehr gefährlich! Diese Stoffe verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatösen Zuständen führen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.
  • Beim Mischkonsum mit Kokain wird die Wirkung des Alkohols nicht wirklich wahrgenommen. Man hat das Gefühl, mehr trinken zu können, was natürlich nicht stimmt. So kommt es oft zur Selbstüberschätzung. Gefahr von Alkoholvergiftung, Koma und Atemstillstand.
  • Du hast das Gefühl, dass du zuviel konsumierst? Die Drogenberatung in deiner Nähe hilft dir gerne weiter!

 

Safer Sex

  • Alkohol kann dazu führen, sexuell experimentierfreudiger zu werden. Klärt im Vorfeld ab, welche Sexpraktiken von beiden gewollt sind und welche nicht.
  • Behalte den Überblick und konsumiere nur so viel, dass du dich wehren kannst oder Abwehrsignale des Partners noch erkennst. Bei starker Trunkenheit kannst du die Kontrolle über die Situation verlieren, was verhindert, dass für oder gegen Sex auszusprechen.
  • Bevor es zur Sache geht, legt euch ausreichend Safer-Sex-Utensilien (Handschuhe, Kondome, Gleitgel) bereit.
  • Der betäubende Effekt von Alkohol kann die Erektion und das Abspritzen erschweren. Schweres Trinken kann zu Impotenz führen.
  • Alkkohol beeinflusst das Beurteilungssvermögen und kann die Risikobereitschaft erhöhen. Der Verzicht auf Safer Sex erhöht die Übertragunswahrscheinlichkeit von HIV und anderen STDs.
  • Alkohol hat Einfluss auf das Schmerzempfinden. Vorsicht bei verletzungsträchtigen Sexpraktiken (Fisten, S/M). Hier besteht das Risiko einer Hepatitis C-Infektion.
  • Achte auf deinen Körper! Bemerkst du Auffälligkeiten, geh sofort zum Arzt. Lasse dich bei wechselnden Sexpartnern alle 6 Monate auf sexuell übertragbare Infektionen testen und gegen Hepatitis A/B impfen.

 

Alkhol & HIV

  • Nimm Drogen und HIV-Medikamente zeitlich versetzt ein. Das mindert ggf. Wechselwirkungen etwas ab. Dosiere Drogen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten immer niedrig.
  • Oft wird die Nacht lang – nimm ausreichend Medikamente mit und halte deine Einnahmezeitpunkte ein.
  • Sprich mit deinem Arzt über die Wechselwirkungen deiner HIV-Medikamente mit Rauschmitteln!
  • Es gibt keine akut bedrohlichen Wechselwirkungen zwischen HIV-Medikamenten und Alkohol.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Proteasehemmern oder Viramunen verstärken sich leberschädigende Effekte.
  • Allein bei der Einnahme von Videx erhöht sich das Risiko einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Vorsicht, Alkoholmissbrauch schwächt das Immunsystem!
  • Hinweise zu Wechselwirkungen von Substanzen und HIV-Medikamenten findest du hier.

 

Akuter Drogennotfall:
Tel: 01805 313031
rund um die Uhr